PRESS RELEASE
EuroSoftware100-Rankings 2008: US-Firmen dominieren weiterhin europäischen Software-Markt
15 May 2009
Gestern veröffentlichten
Vertreter der Software-Verbände European Software Association, AFDEL, BASDA
sowie PricewaterhouseCoopers das Ranking der 100 führenden Softwareunternehmen
in Europa.
2008 machte der europäische
Markt mit einem Umsatz von ca. 56 Milliarden Euro ca. 30% des weltweiten
Software-Marktes aus.
Die US-amerikanischen
Softwareanbieter rangieren erwartungsgemäß weit oben und konnten ihre
Positionen, hauptsächlich durch Akquisitionen, noch stärken. Die drei führenden
Firmen (auch weltweit die Top 3) erzeugen weltweite Umsätze von über 55
Milliarden Euro, was dem gesamten europäischen Softwaremarkt entspricht. 75%
der 20 führenden Softwarehersteller und 48% der Top 100 haben ihren Sitz in den
USA.
EuroSoftware100 –Top 10 (alle Firmen)
|
Ranking aller Firmen |
Firma |
Nationalität |
|
1 |
Microsoft |
US |
|
2 |
IBM |
US |
|
3 |
SAP
(einschl. Business Objects ab Jun 07) |
DE |
|
4 |
Oracle (einschl. Hyperion) |
US |
|
5 |
Symantec |
US |
|
6 |
HP |
US |
|
7 |
EMC |
US |
|
8 |
CA |
US |
|
9 |
Sage |
UK |
|
10 |
Adobe Systems |
US |
An erster Stelle aller
europäischen Firmen liegt SAP (Deutschland) gefolgt von Sage (Großbritannien)
und Dassault Systèmes (Frankreich). Diese drei Firmen generierten 2007 einen
Gesamtumsatz von 8,5 Milliarden Euro.
EuroSoftware100 – Top 10 (europäische Firmen)
|
Ranking europäischer Firmen |
Firma |
|
1 |
SAP
(einschl. Business Objects ab Jun 07) |
|
2 |
Sage |
|
3 |
Dassault Systemes |
|
4 |
Logica |
|
5 |
Software AG (einschl.
webMethods ab Jun 07)) |
|
6 |
Unit 4 Agresso |
|
7 |
Symbian |
|
8 |
Sopra |
|
9 |
iSoft (jetzt IBA Health ab
Okt 07) |
|
10 |
Agfa HealthCare |
Der europäische Softwaremarkt
Laut der Studie lassen sich
derzeit folgende Trends im europäischen Software-Markt erkennen:
- Konsolidierung: Viele Firmen haben die
Möglichkeiten zur Konsolidierung bereits genutzt, und dieser relativ hohe
Sättigungsgrad könnte die Ambitionen einiger amerikanischer Anbieter
dämpfen. Jedoch können die kleineren europäischen Softwarefirmen durchaus
noch auf eine Fusion hoffen, die es ihnen ermöglichen würde, kritische
Masse im Markt zu erlangen und somit an Stärke zu gewinnen.
- Neue Geschäftsmodelle:
SaaS (Software-as-a-Service)-Geschäftsmodelle werden langfristig immer
wichtiger, kommen weiter verbreitet zum Einsatz und werden die Industrie
und all ihre Bereiche, einschließlich der Infrastruktur, prägen. Im
Zusammenhang mit der Einführung von SOA (Service-Oriented
Architecture)-Plattformen werden Online-Services immer häufiger bereits
vorhandene Inhouse-Software ergänzen. Die Ausbreitung von
Online-Service-Angeboten und Embedded Software in vertikalen
Produktangeboten (wie Telekommunikation oder Maschinenbau) wird zu einem
harten Wettbewerb um Marktanteile führen. Green IT wird in den kommenden
Jahren in der Produktentwicklung immer wichtiger werden, und
Umweltbewusstsein wird auch im Softwarebereich ein Thema sein.
- Software Management: Angesichts des derzeitigen
Wirtschaftsklimas wird der Druck auf die Umsatzrendite wohl kaum
nachlassen, sondern sich in den nächsten Jahren eher noch verstärken: der
Preisdruck wird zunehmen, da die Kunden die Angebote der einzelnen
Softwareverkäufer immer genauer vergleichen werden. Langfristig jedoch
sollte die Einführung neuer Technologien wieder zu erhöhter Umsatzrendite
führen. Talentmanagement wird weiterhin hohe Priorität haben, da die
Firmen in allen Bereichen (Ingenieure, Marketing, Produktentwicklung...)
die besten Talente finden und behalten möchten. Offshore wird weiterhin
ein wichtiges Thema sein, nicht allein aus Gründen der Kostensenkung,
sondern auch um Problemen bezüglich Personalsuche und Fluktuation zu
begegnen.
„Dies
sind anspruchsvolle Zeiten für die europäische Softwareindustrie. Europäische
Firmen, die die durch technische Änderungen entstehenden Chancen nutzen, die
innovativ und beweglich bleiben, werden stärker aus der Marktneugestaltung hervorgehen.“
Eilert Hanoa, stellvertretender
Vorsitzender der European Software Association und Geschäftsführer von Mamut:
„Wir
sind sehr stolz, dass wir dieses Ranking zusammen mit unseren Partnern
veröffentlichen dürfen. Unsere Zusammenarbeit ist sehr wichtig, um gemeinsame
Herausforderungen und Chancen sowie die Größe des europäischen Softwaremarktes,
sein Wachstum und Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft richtig
einschätzen zu können“
Patrick Bertrand, Präsident von
AFDEL und Geschäftsführer von Cegid:
„Dank
EuroSoftware100 verfügen Industrie und Analysten nun über die Informationen,
die sie benötigen, um die Stärken und Schwächen der europäischen
Softwareindustrie zu beleuchten. Obwohl die amerikanische Vorherrschaft klar
aus der Studie hervorgeht, ist unsere Industrie doch kreativ wie je, und wir
sind überzeugt, dass diese amerikanische Vorherrschaft in einem derart
innovativen Umfeld nicht unanfechtbar ist. Fort- und Weiterbildung und der
Mangel an qualifiziertem Personal sind unter den wichtigsten Herausforderungen
für die Industrie und wir erwarten, dass uns die Regierungen diesbezüglich
unter die Arme greifen werden. Aber wir verfügen über hochwertige Forschung und
Entwicklung, ein reifes Finanzumfeld und eine neue Generation von Multigründern.
Wir glauben daher fest an unsere Fähigkeit, in den nächsten 10 Jahren
europäische Champions hervorzubringen, die imstande sind, die weltweiten Top 20
aufzumischen.“
Jairo Rojas, Generaldirektor
von BASDA:
„Wir
freuen uns, an dieser Veröffentlichung teilzuhaben. Die Ergebnisse der Studie
beleuchten einige Schlüsselthemen für unsere Mitglieder in diesen schwierigen
Zeiten. Gemeinsam werden unsere Mitglieder es schaffen, sich anzupassen,
Neuerungen einzuführen und Chancen innerhalb der sich verändernden
Businesssoftware-Landschaft zu erzeugen. Wir sind gemeinsam im Dialog mit der
EU-Regierung, um sicherzustellen, dass die europäische Softwareindustrie
überlebt und gedeiht - durch Sicherung von Arbeitsplätzen, Förderung neuer
Start-ups und Wachstumsunterstützung.“
EuroSoftware100 Index
Falls
Sie die vollständige Liste der EuroSoftware100 erhalten möchten, kontaktieren
Sie bitte andrea.alter@fr.pwc.com oder Fiona.scholes@uk.pwc.com. Sie können sie auch von www.eurosoftware100.com
herunterladen.
Ranking der führenden europäischen
Softwarehersteller - Methodologie (Pierre Audoin Consulting, PAC)
Die Analyse der führenden
europäischen Softwarehersteller umfasst folgende Länder: Belgien, Dänemark,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland,
Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen,
Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien.
Der „Softwareumsatz“
beinhaltet alle Umsätze aus Lizenzverkäufen, Wartung und Support (ohne Beratung
und Integrationsdienste). Für SaaS- und Open-Software-Anbieter sind die Umsätze
aus Lizenzverträgen im Softwareumsatz enthalten.
PAC analysiert die europäische
Softwareindustrie bereits seit 1992. Die Datenbanken (auf Länder- wie
weltweiter Ebene), die den Umsatz aller Firmen nach PACs Segmentierung
aufgliedern, werden kontinuierlich aktualisiert:
· Analyse
von mehr als 1000 Softwareherstellern und anderen Firmen mit Softwaregeschäft
in Europa
· Wenn nötig greift PAC auf Schätzungen
des weltweiten/europäischen/Länderumsatz zurück
· Marktanalyse
und Benchmarks
PAC zeichnet sich nicht
verantwortlich für mögliche Fehler oder Auslassungen.
- Über PricewaterhouseCoopers
PricewaterhouseCoopers
prüft und berät führende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
jeder Größe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe
Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie in den Bereichen
Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung (Advisory). Somit bauen wir
öffentliches Vertrauen auf und erhöhen den Mehrwert für alle beteiligten
Parteien. Mehr als 155.000 Menschen in 153 Ländern teilen ihre Gedanken,
Erfahrung und Lösungen, um innovative Perspektiven zu entwickeln und praxisnahe
Beratung zu leisten.
„PricewaterhouseCoopers“
umfasst das Netzwerk aller Firmen von PricewaterhouseCoopers International
Limited, von denen jede eine eigene und unabhängige juristische Einheit ist.
- Über ESA
Die European
Software Association wurde im Oktober 2005 gegründet und stellt das Sprachrohr
der europäischen, selbstständigen Softwarevertreiber (engl. Independent
Software Vendors - ISV) dar. ISV-Mitglieder des Verbandes arbeiten mit EU-Entscheidungsträgern,
sowie mit anderen europäischen Parteien zusammen, um einen Rahmen zu fördern,
der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in der europäischen Softwareindustrie
sowie die Belange anderer europäischer Geschäftsfelder unterstützt.
Derzeitige
Mitglieder:
Acresso
Software, Albany Software, 1C, Cegid, CODA, Dassault Systemes, Fenestrae BV,
Future Route, Hogia, Lexware GMBH & Co KG, Logo Yazilim, Mamut ASA,
Microsoft EMEA, Northgate Information Solutions, OpenTrust, Oracle, SAP,
SkyRecon, Trimble, Unicorn, Unit4Agresso, Update Software AG
- Über AFDEL (Association Française Des Editeurs de
Logiciels)
AFDEL ist die französische
Vereinigung der Softwarehersteller und wurde im Oktober 2005 gegründet. Mit 160
Mitgliedern ist es das erklärte Ziel von AFDEL die gesamte Branche, von
Großunternehmen bis KMUs (80%) zu vertreten. Diese Industrie ist äußerst
wichtig für das Wirtschaftswachstum, wird jedoch von den öffentlichen
Entscheidungsträgern in Frankreich oft vergessen, wogegen die AFDEL ankämpft. Sie
fördert außerdem KUMs im Wettbewerb durch Wissens- und Erfahrungsaustausch
ihrer Mitglieder.
- Über BASDA (Business
Application Software Developers’ Association)
BASDA ist die Vereinigung der Hersteller von betrieblicher Anwendungssoftware, eine gemeinnützige Gesellschaft, die von ihren Mitgliedern kontrolliert wird. Diese profitieren vom Wissens- und Erfahrungsaustausch und widmen sich gemeinsam strategischen Problemen sowie rechtlichen, politischen und technologischen Veränderungen, die ihre Industrie betreffen.
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